Ein Wettbewerb unter außergewöhnlichen Witterungsbedingungen.
Trial- und Endurosportlern sagt man eigentlich nicht nach, dass sie krasse Herausforderungen ablehnen würden. Viele setzen sich außergewöhnlichern Strapazen beispielsweise in den tiefgründigen Hochmooren Schottlands aus, oder wollen die ausladenden Dünen der Sahara in einem Wettbewerb zwischen Paris und Dakar bezwingen. Bei der heutigen Veranstaltung musste man diesmal nicht Ozeane, oder wenigstens das Mittelmeer überqueren, um Offroad-Sport unter schweren Bedingungen beizuwohnen. Es reichte, in Sachsen zu bleiben, oder – für einige „Auswärtige“ – nach Sachsen einzureisen. Die Verantwortlichen der OTM und des SHC hatten zwei Tage zuvor hin und her überlegt, ob man die Veranstaltung – angesichts der ungewöhnlichen Tropenhitze – nicht absagen sollte. Sie fand statt und das war m.E. gut so. Bei angenehmen Frühlingswetter kann jeder fahren. Die Sportler bewiesen hier unter „Sahara-Temperaturen“ abermals ihre Kompetenz, vor allem über sich selbst, insbesondere über ihren Körper. Niemand musste aus der Veranstaltung genommen werden. Nur drei Fahrer stellten sich vorzeitig final unter die aus dem Steinbruchsee gespeiste Dusche. Es gab keinen Unfall oder andere Komplikationen. Im Trialsport ist Doping sinnlos. Das Gehirn ist hier der wichtigste „Muskel“. Dies konnte man in den 7 Sektionen der drei zu absolvierenden Runden eindrucksvoll erkennen. Alle aktiven Sportler, aber auch die vielen ehrenamtlichen Punktricher, Helfer und andere „Ermöglicher“ haben bei etwa 40 Grad Celsius Großartiges geleistet.

Video: Einsame Spitze; Erik Kellig Klasse 2 meistert bravourös die Sektion 6 bei 40 Grad im Schatten
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Die beiden Fotos oben sind vom etwa gleichen Standpunkt aus gemacht. Da können wir schon ein bisschen stolz sein. Ich denke aber, es ist nur der Anfang. M.H.
